Ausstellung über die Gertrudiskapelle

Ein Ort der Erinnerung im Frauenmuseum

Gertrudis-Kapellen-Ausstellung im Frauenmuseum: Besucher betrachten die Exponate.

BONN. Bonner haben sich mit dem Komitee Sankt Gertrud aus Wattenscheid über die Gertrudis-Ausstellung ausgetauscht.

Es soll ein Ort der Stille und Besinnlichkeit sein. Die Ausstellung über die Gertrudiskapelle ist inzwischen ein fester Bestandteil des Frauenmuseums geworden. Am Samstag kamen Mitglieder des Komitees Sankt Gertrud Wattenscheid, um gemeinsam mit Bonnern über die Geschichte der heiligen Gertrud und die im Krieg zerstörte Altstadt am Rheinufer zu sprechen.

Die Wahrung ihres Andenkens hat sich das Komitee nämlich unter anderem zur Aufgabe gemacht. Der erste Vorsitzende, Jean-Claude Hauser, zeigte sich beeindruckt über die Exponate: "Hier wird ein Zugang zu der Frau und der Verehrung geschaffen." Es sei wichtig, betonte er, dass es für die verschüttete Kapelle einen Ort der Erinnerung gebe.

Bei Ausgrabungen hatten Archäologen 2010 Teile der nach dem zweiten Weltkrieg verschütteten Gertrudiskapelle freigelegt. Der Bonner Travestiekünstler Curt Delander hatte dann in Zusammenarbeit mit der Leiterin des Frauenmuseums, Marianne Pitzen, eine Ausstellung mit einigen Stücken aus der Kapelle ins Leben gerufen.

Im April dieses Jahres wurden ein paar Exponate anlässlich der Ausstellung "Das grüne Haus" vorübergehend in das obere Stockwerk des Museums verlegt, in dem es unter anderem um Tiere und Pflanzen geht. "Das passte ganz gut", betonte Delander. Schließlich sei die heilige Gertrud nicht nur die Patronin des Frühlings, sondern auch der Landwirtschaft.

Aus diesem Grunde fand die Veranstaltung am Samstag auch in den oberen Räumen des Museums statt. Inzwischen sind die Wattenscheider wieder nach Hause gefahren und auch die Ausstellungsstücke kehren im August an ihren angestammten Platz zurück: In die Dauerausstellung im Erdgeschoss.