Eckart von Hirschhausen ist neuer Träger des Karnevalsordens "Närrischer Amtsschimmel"

Arzt und Kabarettist, und seit gestern Abend auch Träger des "Närrischen Amtsschimmels": Eckart von Hirschhausen.

BONN. Der Arzt, der Bonns Hang zum Ruin mag: Eckart von Hirschhausen mag Bonn. Das ist sicher mit ein Grund dafür, dass der Deutsche Beamtenbund (DBB) dem bekannten Kabarettisten am Donnerstagabend den Karnevalsorden "Närrischer Amtsschimmel" verliehen hat.

Im Hotel Maritim verriet der promovierte Mediziner den 500 Gästen auch, warum er die Stadt mag: "Die Bonner sagen sich, wir brauchen kein Griechenland, wir haben das WCCB und ruinieren uns selbst." Sprachfindige Menschen hätten frühzeitig erkennen müssen, dass die Abkürzung WCCB für einen Griff ins Klo stehe.

Von Hirschhausen, der nach der Devise "Humor hilft heilen" lebt, stellte in gewohnt salopper Manier unter Beweis, warum sich seine Bücher so gut verkaufen: Mit wenigen Worten bringt er Ereignisse und Begebenheiten mit viel Witz und Schlagfertigkeit auf den Punkt. Überhaupt: Die närrische Beamtenfamilie erlebte in der ersten Hälfte des Abends ein Feuerwerk der Rhetorik. Marc Metzger sorgte als "De Blötschkopp" für Lachsalven. Auch Ex-WDR-Intendant Fritz Pleitgen, der für den letztjährigen Ordensträger, Tom Buhrow, kurzfristig als Laudator eingesprungen war, mischte den Saal mit trockenem Humor auf.

Prinz Rainer I., der in der Session selten eine Antwort schuldig blieb, verschlug es glatt die Sprache. Als Dieter Raasch, Vorsitzender des DBB-Bildungswerks, auf die Bühne gerufen wurde, um den Orden vom Prinz und das Bützchen von Bonna Victoria I. entgegenzunehmen, holte er sich zwar brav den Orden bei Rainer I. ab. Er vergaß aber den zweiten Teil des Hofzeremoniells, ging nicht zur Bonna, sondern küsste dafür den Prinzen rechts und links auf die Wange. Das Publikum johlte.