Entwicklungsminister in Bonn

Dirk Niebel: Bonn als Standort absolut ideal

Dirk Niebel in Bonn im Haus der Bundespressekonferenz.

Bonn. "Bonn ist als Standort für internationale Organisationen absolut ideal", sagt Dirk Niebel, Der Bundesentwicklungsminister begab sich in Bonn auf Werbetour für die Bewerbung der Bundesrepublik als Standort für den "Green Climate Fund", eine UN-Organisation, die Entwicklungsländer im Kampf gegen den Klimawandel bei der Reduktion ihres CO2-Ausstoßes helfen und dabei auch Waldschutz und Technologietransfer berücksichtigen soll.

Bis 2020 stellen die Nationen dafür jährlich 120 Milliarden Dollar bereit, die der Green Climate Fund verwaltet sollen. Wo die rund 300 UN-Mitarbeiter aber dauerhaft angesiedelt werden sollen, wird Ende des Jahres bei der 18. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention in Katar beschlossen.

Aber die Konkurrenz mit Genf, Seoul und Mexico City ist stark, meint Niebel. Und wer weiß, wer sich bis zum Bewerbungsschluss Mitte April noch für den Dienstsitz der UN-Organisation bewerben wird. "Das wäre eine ganz tolle Sache für Bonn, aber es wird schwer werden", schätzt Harald Ganns, Senior-Adviser der Bonner UN-Einrichtungen.

Niebel zeigte sich durchaus zuversichtlich - auch mit Blick auf die Zukunft des WCCB. Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch habe ihm zugesichert, dass das Kongresszentrum bis zum Klimagipfel im kommenden Jahr fertig gestellt sei. Die Bundesregierung habe das Projekt in der Vergangenheit finanziell unterstützt und dadurch Nutzungsrechte erhalten, sagte Niebel auf Nachfrage. Weitere Hilfen werde es indes nicht geben.

"Bonn ist heute schon Hauptstadt für Entwicklungszusammenarbeit", sagte der Minister und wies neben den ersten Dienstsitz seines Ministeriums auch auf den der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) hin. Hinzu komme die neu eingerichtete Serviceeinrichtung "Engagement global" mit 145 Mitarbeitern sowie das Evaluierungsinstitut mit 38 Mitarbeitern.