Bombenangriff am 18. Oktober 1944

Die Altstadt wurde zerstört

Gedenkstunde im Hof des Frauenmuseums. Hier erinnern historische Steine an die ursprüngliche Bonner Altstadt am Rheinufer.

BONN. Mit einer feierlichen Kranzniederlegung wurde am Freitag der Bombardierung der historischen Bonner Altstadt am Rheinufer vor 69 Jahren gedacht. Die Gedenkfeier fand im Hof des Frauenmuseums statt, wo Steine der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Gertrudiskapelle aufgebaut sind.

Mit den Grabungsfunden, die bei den Bauarbeiten für die "Rheinlogen" zutage traten, lebt auch ein Stück Altstadt-Traditon wieder auf. Vertreter des Beueler Schiffervereins, der Kolpingsfamilie Bonn-Zentral, der Altstadt KG Rot-Grüne Senatoren und der St. Hubertus Schützen Bruderschaft kamen zur Feierstunde.

"Wir haben unseren Sitz hier und wollen unsere Zugehörigkeit zur Altstadt zeigen und die Aufarbeitung der historischen Ereignisse unterstützen", sagte Peter Wolf vom Schützenverein. "In der NS-Zeit haben wir in der Gertrudiskapelle unsere Gottesdienste abgehalten. Heute wollen wir einen Beitrag leisten und das Anliegen unterstützen", sagte Heinz Meyer von der Kolpingsfamilie.

Bei dem schweren Bombenangriff am 18. Oktober 1944 kamen in Bonn 300 Menschen ums Leben. "Innerhalb einer halben Stunde lag Bonn in Trümmern. Es gab 1000 Verletzte und 20 000 Obdachlose", sagte Wolfgang Maiwaldt, Stadtverordneter der CDU. Zum Abschluss wurde in der frisch geweihten Hauskapelle im Frauenmuseum ein gemeinsamer Gottesdienst abgehalten.