Das Bonn Center wird aufgemöbelt

Bald gibt es wieder ein Restaurant, das Pantheon bekommt einen neuen Eingang, und ein Erweiterungsbau ist geplant

Bonn. Es gehört zu den markanten Gebäuden der Stadt: das Bonn-Center. Das 40 Jahre alte Hochhaus wurde schon mehrfach umgebaut und saniert - "doch in den vergangenen Jahren ist nichts gemacht worden; da muss jetzt etwas passieren", sagt Henrik Homberg.

Er ist in der niederländischen Larmag-Gruppe, die das Gebäude vor gut einem Jahr von der Bremer Landesbank gekauft hat, für das Objekt zuständig.

Auf der Prioritätenliste ganz oben steht ein neues Restaurant; es soll dort eingerichtet werden, wo früher "der Chinese" Wang-Tan-Suppe oder Bami Goreng anbot. "Gastronomie ist ganz wichtig, vor allem für unsere Mieter", sagt Homberg. Geplant sei zudem eine weitere Ärzte-Etage - "und dann würde sich dort auch wieder eine Apotheke lohnen". Fest stehe indes eine andere Maßnahme: die Erneuerung der Brandschutz-Einrichtungen.

Ob in dem Gebäude wieder ein - vor allem von den Bewohnern rund ums 18-geschossige Gebäude gewünschter - Lebensmittelgeschäft eingerichtet wird? Hier ist er eher skeptisch: "Das wird wohl schwierig sein, zumal wir die Fläche an ein Fitness-Center vermietet haben."

In Planung ist derweil weiterhin die Erweiterung des Bonn-Centers. Seit Ende der achtziger Jahre gibt es Überlegungen, entlang der Reuterstraße eine fünfgeschossige Bauzeile zu errichten. Die Stadt hatte diese Pläne seinerzeit begrüßt, zumal die längst abgerissene, eingeschossige Ladenzeile "im Hinblick auf das Ziel einer repräsentativen Gestaltung der Randzone an der B 9 Mängel aufweist", sagte der damalige Planungsamtsleiter Paul Epping.

Nach dem Berlin/Bonn-Beschluss am 20. Juni 1991 wurden die Pläne jedoch vom damaligen Eigentümer auf Eis gelegt. Doch die Larmag-Gruppe hat sie wieder hervor geholt. "Wir würden das gerne machen, wenn wir Mieter hätten", sagte Geschäftsführer Christian Mielke dem GA. Mielke bestätigte, dass man einen Bauantrag für das Projekt bereits eingereicht habe. In dem Neubau könnten rund 18 000 Quadratmeter Bürofläche untergebracht werden.

"Absolut positiv" sieht Wilfried Thünker die Zukunft des Bonn-Centers, und die Nähe zum künftigen World Conference Centers Bonn bezeichnet er als "genial geil". Der Inhaber der gleichnamigen Firma, die in dem ob seiner Fassadenfarbe auch "Weißes Haus" genannten Gebäude Sekretariatsdienste anbietet und Büroräume vermietet, hat nach eigenen Angaben jetzt schon Verträge für 2010/2011 abgeschlossen, also für die ersten beiden Jahre nach Eröffnung des WCCBonn.

Denn in dem Kongresszentrum fehlten kleinere Büros oder Tagungsräume einschließlich Infrastruktur. "Damit können wir dienen und das Angebot noch ausweiten", sagte Thünker, dem sogar Angebote aus dem arabischen Raum vorlägen.

Neu gestaltet wird auch der Eingang zum Pantheon. Theaterchef Rainer Pause sagte dem GA, die Professoren Michael Erlhoff und Günter Horntrich von der Kölner International Shool of Design betreuten das Projekt einer Studentenklasse, bei dem Entwürfe für den neuen Eingangsbereich entwickelt würden.

"Das ist ein spannendes Projekt und wir sind gespannt, was dabei rauskommt", sagt Pause. Die ersten Entwürfe sollen in Kürze vorliegen; mit dem Umbau werde "bald begonnen".