Cartellversammlung der katholischen deutschen Studentenverbindungen in Bonn

Maibockanstich auf Poppelsdorfer Allee - Burschenschaft Marchia traf sich zum traditionellen Bier

Bonn. Auch wenn es der eine oder andere bedauern mag, einen dauerhaften Biergarten wird es auf dem Grünstreifen der Poppelsdorfer Allee nicht geben. Aber man kann ja mal eine Ausnahme machen.

So geschehen Anfang Mai. Traditionell veranstaltete die Burschenschaft Marchia dann ihren Maibockanstich. Dazu hatten die Burschenschaftler zwei Bierwagen und zahlreiche Biertischgarnituren herangeschafft. Eingeladen waren Verbindungsmitglieder, aber auch Anwohner und Passanten. Seit rund 15 Jahren werden bei der Burschenschaft am ersten Mai die Fässer angeschlagen, erklärt Karsten Arsinakis, Vorsitzender der Burschenschaft.

Bunt uniformierte Verbindungsstudenten sah man am vergangenen Wochenende häufiger.

Bis Sonntag fand in der Bundesstadt die Cartellversammlung des Cartellverbandes (CV) der katholischen deutschen Studentenverbindungen statt. Dazu gehörte unter anderem ein öffentliches Akademisches Forum in den Räumen der Uni. Auf diesem berichteten CVler in verschiedenen Fachgebieten von ihrer wissenschaftlichen Arbeit. Mit rund 30 000 Mitgliedern ist der CV der größte katholische Akademikerverband Europas. Noch bis August ist Bonn Sitz der jährlich wechselnden Verbandsleitung.

Im Unterschied etwa zu konfessionellen Studentenverbindungen stehe bei Burschenschaften das politische Verständnis und Bekenntnis im Vordergrund, erklärt Arsinakis. Dieses sei aber nicht auf ein bestimmtes politisches Spektrum festlegt. Seinen Angaben nach gibt es in Bonn rund 40 Studentenverbindungen. Allerdings müsse man dabei einräumen, dass einige davon nur auf dem Papier bestünden. Richtig aktiv seien etwa 25 Verbindungen.