Bundesbank-Filiale ist verkauft

Fast vier Jahre stand das markante zwei- bis viergeschossige Gebäudeensemble mit den getönten Fensterscheiben an der Friedrich-Ebert-Allee 37 leer. Jetzt ist die Immobilie, die der Bundesbank gehörte, verkauft worden.

Bonn. Fast vier Jahre stand das markante zwei- bis viergeschossige Gebäudeensemble mit den getönten Fensterscheiben an der Friedrich-Ebert-Allee 37 leer. Jetzt ist die Immobilie, die der Bundesbank gehörte, verkauft worden.

Wer in die ehemalige Filiale der Bundesbank einziehen wird und wie es künftig genutzt werden soll, darüber wollte Susanne Kreutzer aus der Zentrale in Frankfurt noch nichts sagen. Sie bestätigte aber auf Anfrage, dass der Notarvertrag mit dem neuen Eigentümer bereits unterzeichnet sei.

Die 6 160 Quadratmeter Grundstück in bester Lage mit fast 7 000 Quadratmeter Nutzungsfläche wurden zuletzt für 5 Millionen Euro auf dem Immobilienmarkt angeboten. Der 1977 errichtete Komplex an der Museumsmeile hat ab dem Erdgeschoss zwei separate Gebäude und ist durch ein Tiefgaragengeschoss unterkellert.

Rechts vom Dienstgebäude wird ein Teil als Wohnbereich genutzt. Er besteht aus 17 Wohneinheiten und fünf Apartments. Die Flachdächer sind begehbar. Das Dienstgebäude hat Fenster mit Sonnen- und Sichtschutz und dunkel getöntem Glas.

In der Tiefgarage des Gebäude-Komplexes befinden sich 72 Stellplätze und ein Auto-Waschplatz. Weitere 40 Parkplätze befinden sich im Hof. Am 30. September 2007 gingen in dieser Filiale der "Bank der Banken" die Lichter aus. Als Folge einer Strukturreform der Deutschen Bundesbank, die aus betriebswirtschaftlichen Gründen 80 von 127 Filialen schloss - darunter eben auch die in Bonn.

Von den 74 Mitarbeiter war damals niemand entlassen worden, die meisten seien zur Kölner Filiale gewechselt, hieß es. Dabei hatte die Niederlassung eine lange Geschichte: Die Reichsbank eröffnete am 3. Oktober 1892 eine Nebenstelle - mit einem Festmahl im Bonner Hotel Royal (heute: Königshof), wie die Chroniken festhalten.