Bund will den Park bis zum kommenden Herbst vergrößern

Behörde lässt wohl bald die Bürohäuser und Ladenzeile abreißen und das Areal neu gestalten

Keine Augenweide: [bt1]Die Containerbauten entlang der Charles-de-Gaulle-Straße. 1990 wurden sie als Provisorium aufgestellt, nun scheinen ihre Tage gezählt zu sein.[zs.f]FOTO: BARBARA FROMMANN

GRONAU. Nun scheint`s ganz flott zu gehen. Bereits bis kommenden Herbst sollen die Ladenzeile und die angrenzenden Containerbauten südlich des Langen Eugen abgerissen und diese Fläche neu gestaltet sein. Das teilte der Pressesprecher des Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA), Guido Déus, dem GA auf Anfrage mit.

Wie berichtet, sollten die Gebäude schon 2001 verschwunden sein. Doch dem Bund fielen immer wieder neue Argumente ein, um die Abbruchtermine zu verschieben: Mal war`s die Firma Fiscus, für die ein Domizil gefunden werden musste; da kamen dem Bund die Container gerade recht, nachdem sich die Bundestagsabgeordneten, die dort ihre Büros hatten, gen Berlin aufgemacht hatten. Mal waren es langwierige Verhandlungen mit Firmen, die die Bauten kaufen wollten - was dem Bund viel Geld gespart hätte. Und die Ladenzeile, die hat der Bund, so scheint`s, einfach "vergessen".

Jetzt gibt es laut Déus erneut einen Interessenten für die Container: "Bis Ende März liegt die Entscheidung des privaten Verwerters vor, welche Teile der Gebäude konkret veräußert werden können." Bis dahin soll zudem die "aktuelle Kostenschätzung" sowohl für den Abriss als auch für die Rekultivierung des Areals vorliegen. Innerhalb der nächsten zwei Wochen, so verspricht der BIMA-Sprecher, werde der zuständige Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) zudem die notwendige Abrissgenehmigung für alle Bauteile bei der Stadtverwaltung beantragen. Fest steht inzwischen wohl auch, dass in Absprache mit der Stadt der BLB die Rekultivierungsarbeiten auf der Basis der Pläne des Landschaftsarchitekten Gottfried Hansjakob durchführt. "Entsprechende Absprachen wurden bereits einvernehmlich getroffen", versicherte Déus, der kurz und bündig anmerkt: "Fertigstellung der Arbeiten inklusive Rekultivierung: Herbst 2007." Hansjakob, "Vater" des Rhein~auenparks, sagte dem GA: "Wenn die Bauten weg sind, kann der landschaftsräumliche Zusammenhang zwischen Park und Gronau wieder hergestellt werden." Dies umso mehr, als es gelungen sei, nach seinen Plänen die Grünzonen rund um Post-Tower und Schürmann-Bau (Deutsche Welle) in das Gesamtkonzept zu integrieren. Hansjakob möchte auf dem frei werdenden Areal lediglich einige Bäume pflanzen und das Wegenetz - Kurt-Schumacher-Straße/Durchgang Deutsche Welle/Charles-de-Gaulle-Straße - ergänzen: "Ansonsten soll dort nur eine schöne Parkwiese entstehen."