Humboldt-Stiftung soll neu gebaut werden

Bund bestätigt Verbleib der AvH in Bonn

BONN. Jetzt gibt es die Bestätigung schwarz auf weiß: Das Auswärtige Amt (AA) hat nach Angaben der drei Bonner Bundestagsabgeordneten Ulrich Kelber (SPD), Claudia Lücking-Michel (CDU) und Katja Dörner (Grüne) der Leitung der Alexander-von-Humboldt-Stiftung (AvH) gegenüber schriftlich die Entscheidung mitgeteilt, dass die Stiftung an ihrem Standort in Bad Godesberg verbleibt.

"In den letzten Jahren hatte es immer wieder Spekulationen über einen Berlin-Umzug gegeben, die auch durch die Verweigerung einer Entscheidung durch die frühere Bundesregierung befeuert wurden. Die klare Aussage von Bundesminister Frank-Walter Steinmeier zugunsten von Bonn hat dies jetzt geklärt", freut sich Ulrich Kelber. "Das alte Gebäude an der Mirbachstraße soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.

Das Ministerium spricht dabei von repräsentativem Sitz als Identifikationspunkt für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die die Stiftung betreut", berichtet Katja Dörner. "Damit bleibt die Nähe der Stiftung zu den anderen Wissenschaftsinstitutionen in Bonn erhalten, ein wichtiger Baustein für die Wissenschaftsstadt Bonn", ist Claudia Lücking-Michel überzeugt.

Bislang gab sich das AA als institutioneller Förderer der Stiftung immer diplomatisch zurückhaltend. Zwar freuten sich die rund 200 Mitarbeiter nach dem Besuch von Staatsministerin Maria Böhmer im Sommer und "eindeutigen Signalen" aus Berlin schon intern darüber, dass die Stiftung in Bonn bleiben soll. Letzte Gewissheit gab es allerdings noch nicht.

Wie berichtet, sind an dem Gebäudekomplex dringend Sanierungsarbeiten vonnöten. Vor zwei Jahren schätzte man die Kosten für die Arbeiten auf zehn bis 15 Millionen Euro.