Strukturwandel bewältigt

Bonn bester Wirtschaftsstandort

BONN. Das Bruttoinlandsprodukt der Bundesstadt liegt im NRW-Vergleich am höchsten. Der Rhein-Sieg-Kreis kommt auf Rang elf.

Bonn lässt bei der Wirtschaftsleistung alle Städte und Kreise in NRW hinter sich, verweist sogar Düsseldorf und Leverkusen auf die Plätze zwei und drei. Der Rhein-Sieg-Kreis rangiert nach einer Erhebung des Statistischen Landesamtes auf Platz elf, deutlich über dem Landesdurchschnitt.

"Bonn hat den Strukturwandel vom Behörden- zum Dienstleistungsstandort hervorragend bewältigt", sagte gestern IHK-Hauptgeschäftsführer Hubertus Hille. Die Wirtschaftsleistung in NRW, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, lag im Jahr 2012 bei 65.964 Euro je Erwerbstätigen.

Laut Statistischem Landesamt erreichte die Stadt Bonn mit 83 394 Euro je Erwerbstätigen den höchsten Wert unter den 22 kreisfreien Städten und 31 Kreisen des Landes. Ein Zuwachs von 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Rhein-Sieg-Kreis lag mit 69.163 auf dem Niveau der Stadt Köln und damit auch noch deutlich über dem Landesdurchschnitt von 65.964. Im Kreis betrug die Zunahme gegenüber 2011 sogar 3,8 Prozent.

Hille: "Bonn zieht mit den Konzernzentralen der Dax-Konzerne, aber auch mit einem leistungsfähigen Mittelstand viele Fach- und Führungskräfte an. Daneben stellt Bonn landesweit den höchsten Anteil an Beschäftigten mit Hochschulabschluss." Auch der Rhein-Sieg-Kreis hat sich laut IHK "gut entwickelt". Im Kreis seien zwar mehr Industriebetriebe ansässig, aber auch weniger hoch qualifizierte Beschäftigte.