Aula des Carl-von-Ossietzky-Gymnasiums geht in Flammen auf

Von der guten Laune beim Richtfest für das neue Turnhallengebäude am Carl-von-Ossietzky-Gymnasium am vergangenen Donnerstag ist seit Montag nichts mehr zu spüren: Die Aula stand am späten Montagnachmittag in Flammen.

Bonn. Von der guten Laune beim Richtfest für das neue Turnhallengebäude am Carl-von-Ossietzky-Gymnasium am vergangenen Donnerstag ist seit Montag nichts mehr zu spüren: Die Aula, seit Jahrzehnten Austragungsort von Schulfesten, Konzerten und Karnevalssitzungen, stand am späten Nachmittag in Flammen.

Die Feuerwehr konnte nicht verhindern, dass die Dachkonstruktion einstürzte. Anwohner hatten den Brand um kurz nach 17 Uhr gemeldet. Daraufhin rückten die Berufsfeuerwehren Bonn und Beuel sowie die Freiwilligen Feuerwehren aus Röttgen und Duisdorf als erste aus. "Beim Eintreffen fanden sie einen Vollbrand vor", teilte Friedel Frechen, Leiter des Bonner Presseamtes, mit. Sie brachten das Feuer unter Kontrolle und konnten ein Übergreifen auf die unmittelbar angrenzende alte Turnhalle sowie das Schulgebäude und den Turnhallen-Neubau verhindern.

Die Rauchwolke zog Richtung Südosten und damit knapp an Röttgen vorbei in den Kottenforst, so dass die Bewohner laut Frechen nicht gefährdet waren. Zwei der gut 100 beteiligten Feuerwehrleute zogen sich leichte Verletzungen durch Rauch und Erschöpfung zu, sonst sei aber niemand zu Schaden gekommen, sagte Frechen.

Neben Schulleiterin Marie Krahé-Feller kamen auch Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch und der Stadtverordnete Joachim Stamp zum Einsatzort. "Es stecken viele schöne Erinnerungen in der Aula", so Stamp, der selber Schüler am CvO war. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Sie wird auch dem Gerücht nachgehen, das bei den Schaulustigen die Runde machte: "Angeblich hat man Jungs gesehen, die an den Sträuchern gezündelt haben", meinte ein Abiturient.

Die besagten Sträucher direkt an der Aula-Mauer waren ebenfalls verbrannt. Feuerwehrchef Jochen Stein warnte aber vor voreiligen Schlüssen: Das Feuer könne auch vom Dach auf die Sträucher übergegriffen haben. Ebenso wie die Brandursache ist das Ausmaß des Schadens unklar. "Es sieht nach Totalschaden aus", sagte Frechen. Besonders bitter: Das Dach begrub einen Steinway-Flügel unter sich, der vor zwei Jahren für rund 70 000 Euro angeschafft worden war.