Annette Schavan erste Preisträgerin

Stiftung Else Mayer zeichnet Bundesministerin aus

Bonn. (kis) Das Parkett der Baumschulallee Hausnummer 5 weckte Erinnerungen bei Preisverleihern wie Preisträgern. Diente der Saal doch einst Theologieprofessoren und Studenten als Mensa und jetzt den Mitarbeitern des Cusanuswerks (zur Förderung begabter Studenten) als Arbeitsraum.

"Hier habe ich die schönste Zeit meines Berufslebens verbracht", sagte Bildungsministerin Annette Schavan, die das Cusanuswerk zwischen 1988 und 1995 geleitet hatte, bevor Erwin Teufel sie in die Landesregierung von Baden-Württemberg berief. Schavans Errungenschaften als Kultusministerin - Einführung des Abiturs nach zwölf Jahren, Fremdsprachenunterricht in Grundschulen - können sich sehen lassen.

Für ihr "mutiges Eintreten für Frauen und Mädchen", so Vorstandsmitglied Ulrike Frontzek, ehrte die Stiftung Else Mayer die Bundesministerin am Dienstag im Cusanuswerk. Die Preisverleihung war die erste der 2005 nach der Auflösung der Schwesterngemeinschaft Erlöserbund gegründeten Stiftung.

Weitere Preisträger: Die Kindertagesstätte des Erlöserbundes, deren kleine Mitglieder der einzigen noch lebenden Schwester Anita Pöppelbaum, "a merry Christmas" wünschten. Für ihre Dissertation "Hospiz erzeugt Wissenschaft. Eine ethisch-qualitative Grundlage hospizlicher Tätigkeit" wurde zudem die Moraltheologin Carmen Breuckmann-Giertz mit 4 000 Euro prämiert.

In ihrer auf empirischen Befragungen, Werken von Kant und Ricoeur basierenden Doktorarbeit betrachtet die Theologin "Sterbebegleitung als Lebensbegleitung: Leben ist die Basis in der Kultur des Sterbens."