An der Auermühle geht die Sonne auf

Die Auermühle am Rheindorfer Hafen war früher einmal eine Ruine, bis Frank Asbeck sie in den 90er Jahren kaufte, sanierte und ausbaute. Jetzt schließt sich für den Chef von Solar World der Kreis.

Bonn. Die Auermühle am Rheindorfer Hafen war früher einmal eine Ruine, bis Frank Asbeck sie in den 90er Jahren kaufte, sanierte und ausbaute. Jetzt schließt sich für den Chef von Solar World der Kreis.

Denn sein Unternehmen ist nun selbst in der Auermühle angekommen. "Das wird ein toller Standort für uns und macht mich stolz", sagte Asbeck am Freitagabend beim großen Hafenfest, als er auf der Bühne seine Mitarbeiter, Gäste und Freunde begrüßte und alle den Umzug in den "Solar World Campus" feierte.

An der Auermühle hatte Asbeck vor mehr als 15 Jahren in einer Garage sein Start-up-Unternehmen gegründet und mit einer Handvoll Mitarbeiter begonnen. Jetzt kehrt er mit mehr als 250 Mitarbeitern zurück, hat sein bisheriges deutsches Vertriebs- und Schulungszentrum im Buschdorfer Gewerbegebiet, das aus allen Nähten platzte, geräumt und organisiert jetzt den Solarmodulhandel künftig in Graurheindorf mit Blick auf Hafen und Rhein.

Seine Mitarbeiter sitzen im Stufenturm, im Mühlensilo und im Hauptgebäude, seit die früheren Mieter (Bank24 und DHL) ausgezogen sind. Und Platz genug für weitere Mitarbeiter und Aktivitäten ist auch vorhanden, so dass Vorstand Frank Henn quasi eine Bestandsgarantie für den Standort am Rhein abgab: "Wir können hier wachsen und die Welt von Bonn aus erobern", sagte Asbeck. Die Konzern-Zentrale bleibt weiter wie gehabt in Plittersdorf, nahe der Rheinaue.

Die Mitarbeiter, für die ein Hafenjahrmarkt mit Schiffschaukel, Schießbude, "Hau den Lukas" sowie Hafenrundfahrten organisiert wurden, dürfen sich auf weitere Annehmlichkeiten freuen. Asbeck kündigte an, dass er ab September eine eigene Kantine in der Hafenbar installieren werde. In einer Etage der Mühle hat er bereits ein Fitness-Studio eingerichtet, wo Mitarbeiter kostenlos Sport treiben können.

Zur Feier des Tages, zu der auch die Anwohner Graurheindorfs eingeladen waren, spielten am Freitagabend mit den Boogie Wonder Stars und Just Pink zwei Bands live auf der Bühne, und es gab ein großes Feuerwerk über dem Hafen. Kulinarisch wurde alles aufgefahren, was die internationale Küche zu bieten hat.

Und Asbeck hat weitere Ausbaupläne. Am Nordende des Hafens soll ein weiteres Gebäude als Abschluss entstehen, für das er schon seit Jahren die Baugenehmigung in der Tasche hat.