Nach langem Dornröschenschlaf

Am Poststadion geht's los

Dem Wildwuchs, der einmal ein Stadionrasen war, rückt jetzt ein Bulldozer zu Leibe. In den nächsten Monaten wird das Gelände aufgefüllt, bevor die Neubauten dort entstehen.

BONN. Lastwagen bringen in den nächsten Monaten Kies und Erde, um das Areal aufzufüllen. Die gesamte Fläche wird jetzt verfüllt, um das Niveau des Lievelingsweges zu erreichen, mit 85.000 Kubikmeter Erde.

Nachdem sich jahrelang auf dem Gelände des Poststadions am Lievelingsweg nichts bewegt hat und das Areal in einen Dornröschenschlaf verfallen war, geht es jetzt los. Seit dieser Woche planiert ein Bulldozer die Fläche, und es kommen die ersten Lastwagenladungen mit Kies und Erde an, um das Gelände aufzufüllen.

"Wir sind sehr glücklich", sagte Investor Dirk Schlun von der gleichnamigen Aachener Firma auf Anfrage des GA. "Die wasserrechtliche Erlaubnis für den Bodeneinbau liegt jetzt vor, der Auftrag an die Firma ist raus, und die Abrissgenehmigung für das Clubhaus haben wir schon etwas länger." Die gesamte Fläche wird jetzt verfüllt, um das Niveau des Lievelingsweges zu erreichen, mit 85.000 Kubikmeter Erde.

Schlun schätzt, dass dazu in den nächsten fünf Monaten sukzessive 1200 Lastwagen ihre Ladung abkippen werden. "Das wird dann tragfähiger Boden sein und ein ebenes Gelände, so dass wir für die Neubauten keine Spezialgründung mehr benötigen."

Der Clubhaus-Abriss soll schon in den nächsten Wochen starten. Zu den genauen Zeitabläufen verwies er auf eine Pressekonferenz der Stadt Bonn, die demnächst stattfinde.

Immer wieder hatte sich der Beginn der Arbeiten verzögert, weil mehr Zeit für Umplanungen benötigt wurde, so Schlun. Auf dem vorderen Stadionteil will Edeka einen 1500 Quadratmeter großen Vollsortimenter-Markt bauen, mit rund 100 Parkplätzen davor. Auf dem hinteren Areal entstehen ein Pflegeheim und eine Einrichtung für betreutes Wohnen. Von der alten, baufälligen Radrennbahn wird nichts übrig bleiben.

Schlun: "Ich danke den Menschen in der Umgebung für ihre Geduld und ihre Mithilfe." So hätten einige Anwohner kurzerhand die Eingänge zum Clubhaus in Eigenarbeit zugemauert, um ihren Kindern den Zutritt zu verwehren. Bewohnt sind dagegen bereits seit einiger Zeit die 27 öffentlich geförderten Wohnungen entlang des Lievelingswegs, die das Unternehmen Sahle dort gebaut hat.