Abriss der ehemaligen französischen Botschaft beginnt

Noch stehen die alten Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen französischen Botschaft - im Hintergrund der Petersberg.

RÜNGSDORF. Auf dem Gelände der ehemaligen französischen Botschaft wird seit Montag gearbeitet. Der Investor, die Ratinger Interboden, hat mit dem Abriss der Gebäude begonnen.

Am Dienstag oder spätestens am Mittwoch "kommt schweres Gerät", sagte Christoph Irmisch. Der Projektleiter schätzt, dass der Abriss ungefähr anderthalb Monate dauern wird. "Das heißt aber nicht, dass die ganze Zeit über Bagger da sein werden." Denn auch Feinarbeiten wie das Abstützen der Gebäude oder die Entfernung alter Tanks stehen auf dem Programm.

Anschließend, vermutlich am 26. Februar, ist dann der offizielle Vertriebsstart. Wenn eine gewisse Anzahl an Wohnungen verkauft ist, beginnen die Hochbauarbeiten. "Das wird circa der 1. Mai sein", sagte Irmisch. Wenn der Zeitplan eingehalten wird und nichts Gravierendes dazwischenkommt, ist das sogenannte Rhein Entrée mit rund 50 Wohnungen im Dezember 2013 fertig. "Das ist das angepeilte Ziel für alle Häuser", betont der Projektleiter. Denn: "Wir wollen durchbauen und nicht in Bauabschnitten arbeiten."

Auch mit den Nachbarn wie dem Rheinhotel Dreesen ist man sich einig. Oder eigentlich noch viel mehr als das. "Wir haben ganz ruhig über alles gesprochen und versuchen, an einem Strang zu ziehen", sagte Hotelinhaber Olaf Dreesen. Das könnte bedeuten, dass Investor und Hotel in Sachen Rhein Entrée zusammenarbeiten. "Es gibt Pläne, einen Servicepoint im Hotel einzurichten", verriet Irmisch. Soll heißen, dass diejenigen, die in Zukunft auf dem Gelände der ehemaligen französischen Botschaft wohnen, "gewisse Dienstleistungen vom Hotel bekommen".

Der Geschäftsmann, der den ganzen Tag außer Haus ist, könnte zum Beispiel seine Päckchen ins Hotel liefern lassen. Schlüssel könnten auch an der Rezeption abgegeben werden. "Wir machen so etwas schon an anderen Standorten, und es kommt gut an", sagte Irmisch. Dort würde das Hotel zum Beispiel als eine Art Gästezimmer fungieren: Für Besuch der Bewohner gibt es Sondertarife. Auch das könnte laut Irmisch eine Option für Bad Godesberg sein. Allerdings betonte er, dass "wir uns noch in der Abstimmungsphase befinden".

Eins aber ist schon jetzt sicher: Dass es den Servicepoint geben wird, steht fest. Nur in welcher Form, noch nicht.