Abgeordnete fordern stärkere GIZ-Präsenz in Bonn

Bonn. Viele Mitarbeiter der neuen Servicestelle kommen aus der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Damit sinkt die Zahl der GIZ-Stellen in Bonn nach Angaben hiesiger Bundestagsabgeordneter auf 767.

Nach Meinung von Ulrich Kelber (SPD), Elisabeth Winkelmeier-Becker (CDU), Katja Dörner (Grüne) und Paul Schäfer (Linke) verstößt Entwicklungshilfe-Minister Dirk Niebel (FDP) damit gegen Zusagen im Zusammenhang mit der GIZ-Gründung.

Die Gesellschaft mit Sitz in Bonn und Eschborn war durch eine Fusion aus GTZ, Inwent und DED entstanden. Vorher hatten die Organisationen zusammen 845 Mitarbeiter in Bonn, deren Zahl nun auf 767 gesunken ist. Die neue Servicestelle, argumentieren die Abgeordneten, sei "zusätzlich" angekündigt worden. Seit der Fusion habe die GIZ in Eschborn 99 Stellen geschaffen, in Berlin 49, am vertraglich zugesicherten "ersten Sitz" Bonn nur elf.

Die Abgeordneten bezweifeln, dass die GIZ aus beiden Standorten heraus geführt wird. Sie machen das an der Wählerliste der GIZ-Betriebsratswahlen fest: Demnach seien 51 der "Leitenden Angestellten" in Eschborn angesiedelt - und nur elf in der Region Bonn.