4 500 feiern in der Beethovenhalle mit DJ Ötzi

Bei "Fun Kölsch Karneval" wird die Beethovenhalle zu Bonns größter Disco

Bonn. "Seid ihr müde", ruft DJ Ötzi in die Menge. "Nein", so die einhellige Antwort des Publikums. Denn obwohl am Samstag auf dem "Fun Kölsch Karneval" in der Beethovenhalle ganz schön die Post abging, zeigten die rund 4 500 Jecken kaum Ermüdungserscheinungen.

Und wenn doch, wurden diese spätestens mit den Party-Krachern "Anton aus Tirol" und "Hey Baby" weggetanzt. DJ Ötzi war der Star des Abends. Nachdem der Österreicher bereits im vergangenen Jahr beim Bonner Rosenmontagszug mitgefahren war, sang er nun erstmals auf der Karnevals-Sause - live und mit kompletter Bandbesetzung.

Den Kontakt habe Haribo-Pressesprecher Marco Alfter hergestellt, so Jürgen Harder von Bonn Musik, der gemeinsam mit Rico Fenoglio, dem Gastgeber der Afterjob-Party, die Riesenfete in der Beethovenhalle veranstaltete.

Bilderstrecke BilddokuBilder von der Party

Dennoch waren nicht alle Jecken wegen des Stars in die Beethovenhalle gekommen. "Wir wollen einfach nur tanzen", sagten die Bonnerinnen Christel und Jutta. Dazu gab es auf der Karnevals-Party reichlich Gelegenheit: Während im großen Saal DJ Ronaldo und die Hamburger Partyband Boerney & the Tritops für ohrenbetäubende Stimmung sorgten, herrschte auf der Salsa-Tanzfläche südamerikanisches Flair. Ein Rhythmus, dem weder "Minnie Mouse" noch bewaffnete Amazone widerstehen konnten. Zumal es an der Cocktail-Bar leckeren Caipirinha gab.

Im dunkel gehaltenen Rockstudio sorgte die Cover-Band "Still Collins" mit Hits von Phil Collins und dessen Band Genesis für Gänsehaut. Umgeben von Rauchschwaden tanzten Astronauten, spitzohrige Elfen und grüne Shreks zu "In the Air Tonight". Lebensfroh und wild ging es hingegen im Disco-Bereich zu, wo Mark de Shark bewährte Party-Kracher vergangener Jahrzehnte spielte. Ein Programm, das auch Nicht-Karnevalisten Spaß machte.

Eingefleischte Jecken feierten jedoch im Foyer zu den von DJ Thomas aufgelegten Karnevalshits. Die Stimmung sei einfach toll, meinte Piratenbraut Sophie. Und so feierten die Jecken friedlich bis in den frühen Morgen hinein, gestärkt von ein, zwei Bierchen, Brezeln oder saftigem Döner.