4.000 Beamte sorgen bei der Afghanistan-Konferenz für die Sicherheit

BONN. Verkehrsbehinderungen, Sperrungen und Kontrollen sind unvermeidbar, wenn mehr als 1.000 Delegierte Anfang Dezember zur Afghanistan-Konferenz nach Bonn kommen. Davon geht die Polizei aus. Zu Spitzenzeiten werden laut Polizeiführer Helmut Pfau mehr als 4.000 Beamte im Einsatz sein.

"Der anstehende Einsatz ist finanziell, logistisch und organisatorisch eine Herausforderung", sagte Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa. Dort, wo die verschiedenen Veranstaltungen stattfinden und die Delegationen unterkommen, werden mehrere Tage lang Sicherheitszonen eingerichtet. Das gelte vor allem für das WCCB und den Petersberg, sagte Pfau. "Wer hierhin will, wird kontrolliert und nur vorgelassen, wenn seine Berechtigung überprüft und sicher ist, dass keine Gefahr von der Person ausgeht."

  • WCCB: Am Montag, 5. Dezember, tagt die Afghanistan-Konferenz im WCCB. Außerdem wird das Konferenzzentrum vorher vom Auswärtigen Amt und der afghanischen Delegation genutzt. Während der An- und Abfahrt der Konferenz-Teilnehmer wird die Polizei Straßen und Wege in der Nähe zeitlich begrenzt sperren. Betroffen sind vor allem das ehemalige Regierungsviertel, die Südbrücke und Teile der Innenstadt.

    Genaue Uhrzeiten werden aus Sicherheitsgründen nicht bekannt gegeben, es handelt sich hauptsächlich um die Zeit von 7 bis 10 Uhr sowie von 16 bis 18 Uhr. Außerdem werden zeitweise Parkverbote eingerichtet, davon betroffen sind auch die Petra-Kelly-Allee und die Charles-de-Gaulles-Straße. Außerdem wird der Rhein teilweise gesperrt.
     
  • Petersberg: Im Grand Hotel Petersberg kommt die afghanische Delegation unter. Außerdem findet dort am Sonntagabend ein Empfang statt. Wegen der An- und Abfahrt der Gäste wird die L 331 zwischen B 42 und Margarethenhöhe ab dem späten Nachmittag bis in die Nachtstunden komplett gesperrt. Die Busse sind davon nicht betroffen. Die Wanderwege bleiben geöffnet, allerdings werden die Fußgänger kontrolliert.
     
  • Kameha Grand/Maritim: US-Außenministerin Hillary Clinton und ihre Delegation kommen im Kameha Grand unter. Im Maritim ist das internationale Pressezentrum untergebracht, außerdem hat unter anderem Hamid Karsai dort einige Auftritte.
     
  • Demonstrationen: Zu der Großdemo am Samstag, 3. Dezember, werden bis zu 6.000 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet. Darunter werden auch einige des "autonomen Spektrums sein", so Pfau. Die Polizei geht davon aus, das einzelne Gruppierungen versuchen, die Veranstaltungen zu stören, mit Gewaltbereitschaft allerdings rechnet sie (anders als beim Deutschlandfest) nicht.

    Am Sonntagmorgen gibt es eine kleine Demo in der Nähe des WCCB, außerdem einige kleinere am Petersberg und am Godesberger Rheinufer. Die Uhrzeiten werden noch koordiniert. Für Montag wurden Demonstrationen von 8 bis 17 Uhr angemeldet. Laut Mitorganisator Manfred Stenner treffen sich die Teilnehmer um 8 Uhr am Kunstmuseum. Voraussichtlich um 9.45 Uhr geht es Richtung Rheinufer, wo eine Kundgebung stattfindet. Dann gehen die Demonstranten auf ein Protestschiff und fahren auf dem Rhein. Auf der rechten Rheinseite gibt es gegenüber des WCCB eine Aktion mit menschengroßen Buchstaben.
     
  • Bürgertelefon: Bis Dienstag, 6. Dezember, ist die Polizei täglich von 9 bis 17 Uhr unter der Rufnummer (0228)153030 erreichbar. Ausnahme ist Montag, 5. Dezember: Dann ist das Bürgertelefon von 7 bis 19 Uhr geschaltet.
     
  • Verkehrsbehinderungen: Laut Stephan Wetzel, Polizeiführer Nacht, kann es zwischen morgen und Dienstag, 6. Dezember, grundsätzlich zu Verkehrsbehinderungen kommen. Betroffen davon sind vor allem das ehemalige Regierungsviertel, die B 42, die L 331 und die Südbrücke.