Ran an den Föhn

So bekämpfen Sie Lebensmittelmotten

Lebensmittelmotten loszuwerden ist nicht einfach. Mit dem Föhn kann man in Schränken und Ritzen abgelegte Eier und Larven abtöten.

Lebensmittelmotten loszuwerden ist nicht einfach. Mit dem Föhn kann man in Schränken und Ritzen abgelegte Eier und Larven abtöten.

20.08.2019 Dessau-Roßlau. Auch in der saubersten Wohnung kann es Lebensmittelmotten geben. Denn man kauft sie mit dem Mehl oder Müsli ein. Beseitigen muss man sie allerdings - sonst ist die Gesundheit in Gefahr.

Klebefallen reichen zur Bekämpfung von Lebensmittelmotten nicht aus. Zwar werden damit die paarungsbereiten Männchen eingefangen, was die Fortpflanzung einschränkt. Das allein beseitigt aber nicht zuverlässig alle Tiere.

Daher rät das Umweltbundesamt, zusätzlich alle Schränke gründlich mit Essigwasser zu reinigen. Schlecht zugängliche Stellen und Ritzen werden am besten mit dem Föhn erhitzt. Das tötet dort abgelegte Eier und Larven ab.

Befallene Lebensmittel und ihre Verpackung müssen sofort entsorgen werden. Außerdem sollte man vorbeugend alle anfälligen Nahrungsmittel in fest verschließbaren Glas-, Kunststoff- oder Keramik-Gefäßen lagern.

Die Experten raten auch zur biologischen Bekämpfung: Dafür werden winzige Schlupfwespen ausgesetzt, die Motteneier vernichten. Die Wespen lassen sich auf Kartonkärtchen kaufen und in den befallenen Vorratsschrank legen. Nach rund neun Wochen seien die Motten beseitigt, die Schlupfwespen sterben dann von alleine ab.

Auf chemische Maßnahmen wie den Einsatz von Insektiziden sollte man hingegen verzichten. In der Regel sei eine Kombination von vorbeugenden und nicht-chemischen Maßnahmen ausreichend, so das Umweltbundesamt.

Empfohlen werden aber sogenannte Repellenzien. Das sind Mittel auf Basis von Geruchsstoffen und ätherischen Ölen wie Lavendel, Zedernholz, Nelken, Pfefferminze, Patchouli und Thuja. Sie sollen Lebensmittelmotten abschrecken oder vertreiben können.

Lebensmittelmotten kauft man häufig mit den Nahrungsmitteln ein. Sie sitzen zum Beispiel in Mehl, Müsli, Reis, Gewürze, Tee, Nüsse, Schokolade, Trocken- und Dörrobst. Auch Tierfutter kann betroffen sein.

Sie sind nicht nur eklig, ihre Gespinste und ihr Kot verunreinigen die befallenen Lebensmittel auch. In der Folge siedeln sich dort Pilze und Milben an. Der Verzehr befallener Produkte kann zu Allergien, Hauterkrankungen oder Magen-Darm-Erkrankungen führen. (dpa)