Authentisch griechisch

Hausmannskost mit Olivenöl: Ioulianos Karamanis in seinem neuen Restaurant

Im früheren Opatija an der Bonner Brüdergasse haben Ioulianos Karamanis und seine Ehefrau Kyriaki Fafiadis das Restaurant Olive eröffnet. "Wir haben uns damit einen langjährigen gemeinsamen Traum erfüllt", sagt Karamanis, der 1985 nach Deutschland kam, sein Germanistikstudium an der Bonner Universität mit Magister abschloss und danach Neugriechisch sowie Deutsch für Ausländer unterrichtete.

Seine Gattin arbeitete zuvor als Dolmetscherin und Übersetzerin, auch für das Griechische Konsulat in Düsseldorf. Sie stammt aus einer Gastronomenfamilie und erklärt: "Wir empfinden uns nicht als Konkurrenz für die bereits bestehenden griechischen Restaurants hier - was wir anbieten, ist etwas ganz anderes: typische Hausmannskost." Ihr Mann ergänzt: "Eine authentische, unverfälschte Küche. Wir kochen ausschließlich mit Olivenöl; eine griechische Küche ohne Olivenöl ist undenkbar." Weitere Merkmale: nur frische Zutaten, keinerlei Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe. "Wir backen sogar das Brot selbst", sagt Karamanis.

Dazu passt eine sorgsam zusammengestellte, angenehm übersichtliche Speisekarte. Darauf finden sich warme Vorspeisen wie Tyropita, Prassopita und Spanakopita (Blätterteig gefüllt mit Fetakäse oder Porree/Spinat und Käse 3,50 Euro) und Hauptspeisen wie der Salat Dakos (Mysithrakäse auf Gerstenzwieback, Tomaten, Gurken, Rucola und Kapern) 7,50 Euro, Sepie in Weinsauce mit Nudeln 11,90 Euro, Reis mit Meeresfrüchten, Paprika, Zwiebeln und Safran 13,50 Euro oder gefüllte Zucchini in Zitronensoße 9,50 Euro. Täglich wechselnde Mittagsmenüs (2 Gänge) werden zwischen 8,50 und zehn Euro angeboten.

Gezapft werden Sion Kölsch und Veltins Pils (0,3l) je 2,20 Euro, aus der Flasche kommen Hofbräu Weizenbiere (0,5l) je 3,50 Euro. Zehn offene Weine (0,25l) gibt es ab 3,40 Euro sowie zehn (andere) Flaschenweine ab 16,50 Euro, z. B. die Cuvée Cava Boutari von Boutari aus Naoussa (Nord-Griechenland) 16,50 Euro.

Das Restaurant Olive verzichtet auf Folklore und setzt stattdessen auf ein schlichtes wie elegantes Ambiente mit 52 Plätzen, in dem auch Lesungen und Weinproben veranstaltet werden. Ab dem Frühjahr lädt eine Terrasse am Haus mit rund 50 Plätzen zum Verweilen ein. hgh