Weniger Verpackungen

Aldi verzichtet bei Salatgurken auf Plastik

Eine verpackte Gurke.

Eine verpackte Gurke.

Essen/Mülheim an der Ruhr . Beim Lebensmitteldiscounter Aldi soll es zukünftig keine Folie mehr bei Salatgurken geben. Das gab das Unternehmen am Mittwoch bekannt. Mit dieser Maßnahme soll der generelle Plastikverbrauch vermindert werden.

Der Lebensmitteldiscounter Aldi will weniger Plastik in seinen Geschäften einsetzen. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, sollen Salatgurken künftig bei Aldi Nord und Aldi Süd nicht mehr in Folie eingepackt werden. Dies sei das erste Ergebnis des runden Tisches von Politik und Handel zur Vermeidung überflüssiger Verpackungen Ende Februar. "Durch diesen Verzicht werden wir rund 120 Tonnen Kunststoff einsparen", erklärt Kristina Bell von Aldi Süd.

Bislang setzte das Unternehmen bei Salatgurken Folien ein, um die Frische während des Transports von Spanien aus zu gewährleisten. Bei Tests, die Aldi nun durchgeführt hat, wurde allerdings festgestellt, dass die Frische der Salatgurke auch ohne Folie erhalten bleibt. Als weitere Maßnahme zur Verminderung des Plastikverbrauchs testet Aldi nun auch sogenannte Mehrwegtaschen in ausgewählten Filialen. Diese waschbaren Beutel kann der Kunde entweder kaufen oder in der Filiale zurücklassen.

Aber Aldi ist nicht die einzige Supermarktkette, die versucht, den Verbrauch von Plastikstoffen einzudämmen. Auch das Unternehmen Rewe möchte laut eigenen Angaben weitestgehend auf Plastikverpackungen verzichten und stattdessen umweltfreundlichere Materialien einsetzen. Bereits im vergangenen Jahr entfernte Rewe Einweg-Plastikhalme aus dem Sortiment, pro Jahr sollen so 42 Millionen Einweg-Trinkhalme eingespart werden. Bei Lidl hat man nachgerechnet, dass die Abkehr von der Standard-Plastiktüte, auf die Lidl 2017 als erster Discounter in Deutschland verzichtete, jährlich 3500 Tonnen Kunststoff vermeidet.