Als Vampirforscher muss man nicht an Vampire glauben

Forscht über Vampire: Peter Mario Kreuter.

Peter Mario Kreuter (41) hat eine spannende Aufgabe: Er ist Vampirforscher. GARY hat ihn interviewt.

General-Anzeiger: Wollten Sie schon immer Vampirforscher werden?

Peter Mario Kreuter: "Nein, Vampire haben mich erst mal gar nicht so interessiert. Ich habe Geschichte studiert und Sprachen aus Ländern, in denen es besonders viele Vampir-Geschichten gibt. Ich kann zum Beispiel Rumänisch, Albanisch oder Bulgarisch.

Am Ende des Studiums hat ein Professor zu mir gesagt, dass es kaum richtige Forschung zu Vampiren gibt. Und dieser Satz hat dann mein Leben verändert."

GA: Was machen Sie, wenn Sie nach Vampiren forschen?

Kreuter: "Ich lese viel. Am Anfang habe ich mir alle Bücher über Vampire aus der Bibliothek geliehen, die es gab, so etwa 100. Das war sogenannte Fachliteratur von anderen Forschern.

In der österreichischen Hauptstadt Wien gibt es zwei große Archive, in denen es viele alte Dokumente über Vampire gibt. Dort fahre ich öfter hin. Und dann reise ich beispielsweise nach Rumänien, wo viele Menschen an Vampire glauben. Dort lasse ich mir ihre Geschichten erzählen."

GA: Glauben Sie selbst an Vampire?

Kreuter: "Nein. Das spielt auch keine Rolle für meine Arbeit, ob ich daran glaube. Sondern es zählt, was die Menschen, mit denen ich spreche, glauben. Ich versuche zu verstehen, woher die Geschichten kommen."