Tipps der Polizei

Das gehört im Urlaub in die Geldbörse

In die Reisekasse gehören neben Bargeld für viele Länder auch die Kredit- und die EC-Karte.

In die Reisekasse gehören neben Bargeld für viele Länder auch die Kredit- und die EC-Karte.

Bonn. Wenige Wochen vor Start der Sommerferien gibt die Polizei Tipps, was Urlauber bei der Geldversorgung beachten sollten - und was unweigerlich ins Portemonnaie gehört.

Am 16. Juli starten in Nordrhein-Westfalen die Sommerferien - und viele Urlauber werden sich auf den Weg in die Sonne machen. Die Polizei gibt daher rechtzeitig vor dem Start der Ferien wichtige Tipps für die Geldversorgung auf Reisen. Das Wichtigste: Nicht nur auf ein Zahlungsmittel verlassen. Die Polizei rät, nicht zu viel Bargeld mitzunehmen. "Für die ersten Ausgaben reichen 100 bis 200 Euro in kleinen Scheinen", heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung. Deshalb sollte im Vorfeld mit der eigenen Bank geklärt werden, ob die Girocard auch im Ausland funktioniert und ob es ein Limit für die Nutzung im Ausland gibt.

Auch sollte nicht nur eine Zahlungskarte mitgenommen werden, sondern auch eine zweite verfügbar sein. "Nicht jede Karte kann überall eingesetzt werden. Außerdem kann eine Karte auch schon mal defekt sein", so die Polizei. Urlauber sollten ihre persönliche Geheimzahl (PIN) auswendig lernen, die PIN-Eingabe solle immer verdeckt geschehen. Fremde Währungen sollten möglichst nur in Geldinstituten oder offiziellen Wechselstuben getauscht werden, außerdem sollte sowohl beim Bezahlen als auch am Geldautomaten stets in Landeswährung abgerechnet und auf eine Euro-Umrechnung verzichtet werden. Beim Bezahlen mit Karte - so empfiehlt die Polizei - solle diese immer im Blick behalten werden, damit sie nicht ausgetauscht werden kann.

Auch warnt die Polizei in ihrer aktuellen Mitteilung vor Taschendieben. "Taschendiebe sind immer dort aktiv, wo viele Menschen zusammenkommen, zum Beispiel auf Märkten, Festen, Flaniermeilen oder an vollen Stränden", sagt Joachim Schneider, Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Sie arbeiten sehr häufig in Gruppen, erklärt der Polizeibeamte: "Einer lenkt das Opfer ab, der zweite stiehlt die Wertsachen und übergibt sie an einen Dritten, der unerkannt in der Menge verschwindet."

Ist das Portemonnaie samt Geldkarten einmal gestohlen, sollten die Karten sofort gesperrt werden. Hierfür gibt es den innerhalb Deutschlands kostenlosen zentralen Sperr-Notruf +49116116, mit der alle Girokarten direkt gesperrt werden können. Im Ausland fallen beim Anruf gegebenenfalls Gebühren an. Eine alternative Rufnummer aus dem Ausland ist die +493040504050. Zudem gibt es die Sperr-App 116 116, in der die Daten der Karten gespeichert und dann per App gesperrt werden können. Ein Diebstahl der Karten sollte laut Polizei nicht nur im Ausland, sondern auch bei der deutschen Polizei angezeigt werden. "Diese kann die Girocard für das elektronische Lastschriftverfahren sperren", teilt die Polizei mit.