Tipps für Schulabgänger

Abitur - und was dann?

obs/TravelWorks/Julian Apse

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Bonn. Im April und Mai stehen die Abiturprüfungen an, dann heißt es endlich: Raus aus der Schule. Doch was kommt danach? Wir haben gesammelt, was für Möglichkeiten es nach dem Abitur gibt.

Sich erstmal eine Auszeit nehmen oder direkt weiter pauken im Studium - jeder Abiturient hat eine andere Vorstellung von der Zeit nach der Schule. Der GA gibt einen Überblick über die Möglichkeiten, die es für Schulabgänger gibt.

Selbstständig ins Ausland

Viele wollen nach der Schule erst einmal richtig weit weg. Beim Work & Travel finden viele Abiturienten die perfekte Mischung aus Urlaub, Reisen und Arbeiten. Doch mit Sachenpacken und los ist es nicht getan. Es bedarf an langer Planung: Wo genau möchte ich rumreisen? Welche Orte möchte ich besuchen? Wie viel Geld brauche ich? Brauche ich eine Einreise- und Arbeitsgenehmigung?

Die Reise kann komplett eigenständig geplant werden, andererseits bieten viele Reise-Veranstalter für die Planung ihre Hilfe an. Beliebte Länder für ein solches Erlebnis sind Australien, Neuseeland und Kanada. Ob einen Monat oder ein Jahr - die Reisenden lernen die Kultur, Sprache und Natur kennen und können reichlich Erfahrung und tolle Erinnerungen wieder mit nach Hause nehmen.

Oder warum nicht alternativ ganz altmodisch mit dem Zug durch Europa? Das 1972 ins Leben gerufene Konzept Interrail wird wieder beliebter. Mit einem Ticket über mehrere Wochen durch Europa reisen und ganz auf sich alleine gestellt sein - das nennt man Abenteuer. Leider ist so ein Ticket nicht ganz billig: 200 bis 500 Euro kostet ein Interrail-Ticket, je nach Gültigkeitsdauer. Umso besser, dass die EU 30.000 Tickets verschenken möchte. Aber auch ohne dieses EU-Geschenk lohnt sich die Investition auf jeden Fall.

Anderen helfen

Einfach nur rumreisen und arbeiten reicht nicht, sondern es soll etwas Gemeinnütziges sein? Dann ist ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im In- oder Ausland genau das Richtige. Ob FSJler als Trainer in einem Sportverein kleine Kinder betreuen oder in einem ärmeren Land in sozialen Projekten arbeiten - zu tun gibt es in diesen Bereichen immer etwas. Ob es eine Vergütung gibt, hängt stark von der Einsatzstelle ab, jedoch müssen Unterkunft und Verpflegung übernommen werden. Auf Bewerbung sieht ein FSJ immer gut aus und ist eine gute Sache für alle, die noch nicht direkt anfangen möchten zu studieren.

Auch als Au-pair hilft man einer Gastfamilie im In- oder Ausland. Sich um den Haushalt und die Kinder zu kümmern sind die häufigsten Aufgaben eines Au-Pairs. Als Vergütung bekommen sie Verpflegung, Unterkunft und Taschengeld von den Gastfamilien gestellt. Dabei lernen die Au-pairs die Sprache und Kultur der Region des Gastlandes kennen - und das mit geringem finanziellen Aufwand. 

Studium oder Ausbildung

Wen es nicht ins Ausland zieht und wer kein Problem damit hat direkt weiter zu lernen, für den ist ein Studium genau das Richtige. Da es mittlerweile weit mehr als 10.000 Studiengänge in Deutschland gibt, sollten Schulabgänger sich früh genug über ihre Wahl Gedanken machen. Auch die Wahl der richtigen Universität oder Hochschule stellt Abiturienten jährlich vor viele Fragen. Doch zum Glück sind im Internet Tests zu finden, die dabei helfen, das passende Studium zu finden - so beispielsweise der Studium-Interessentest der Hochschulrektorenkonferenz oder das Selbsterkundungstool der Bundesagenur für Arbeit. Und ein typisches Studentenleben in einer Wohngemeinschaft hat definitiv auch seinen Reiz.

Wer praktischer veranlagt ist, entscheidet sich vielleicht für eine Ausbildung. Sie erfolgt in einem Betrieb. Hinzu kommen Unterrichtsstunden an bestimmten Tagen an einem Berufskolleg. Außerdem bekommen Ausbildende ein Ausbildungsgehalt.

Es handelt sich hierbei um eine Auflistung an Möglichkeiten nach dem Abitur, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat oder objektiven Kriterien gefolgt wäre. Es handelt sich ebenfalls nicht um eine Rangfolge. Die Reihenfolge ist willkürlich.