Stauprognose Langes Wochenende und Baustellen könnten viele Staus bringen

In Nordrhein-Westfalen sind aufgrund des langen Wochenendes rund um den 1. Mai Verkehrsbeeinträchtigungen zu erwarten.

Stuttgart. Der Brückentag und der 1. Mai bescheren den Autofahrern am Wochenende volle Straßen. Nicht nur der Reiseverkehr, sondern vor allem Baustellen in der Region können zu langen Staus führen.

Das letzte April-Wochenende verlängert so mancher am Montag um den Brückentag vor dem 1. Mai. Das damit für viele Menschen viertägige Wochenende wird für viel Verkehr auf den Straßen sorgen, teilen der Auto Club Europa (ACE) und der ADAC mit.

Nach Einschätzungen des Landesbetriebs Straßen NRW könnte es vor allem im Bereich der vielbefahrenen A 1 bei Köln zu Behinderungen kommen.

Mit massiven Einschränkungen müssen Autofahrer durch Bauarbeiten am Brückenabbruch im Autobahnkreuz Köln-Nord rechnen und zusätzlich durch Wartungsarbeiten am Tunnel Lövenich. Der Tunnel und die stark genutzte Reise-Autobahn A 1 werden nach Angaben des Landesbetriebs von Freitagabend um 22 Uhr, bis Montagmorgen um 5 Uhr, komplett gesperrt. Die A1 ist ab dem Autobahnkreuz Köln-West in Fahrtrichtung Dortmund und ab der Anschlussstelle Köln-Bocklemünd in Fahrtrichtung Koblenz gesperrt.

Am Autobahnkreuz Köln-Nord können in der Bauzeit folgende Strecken nicht genutzt werden:

  • Von der A1 aus Dortmund kommend auf die A57 nach Köln
  • Von der A1 aus Koblenz kommen auf die A57 nach Krefeld
  • Von der A57 aus Krefeld kommend auf die A1 nach Dortmund
  • Von der A57 aus Köln kommend auf die A1 nach Koblenz

Weitere Bauarbeiten behindern in dem Zeitraum den Verkehr auf der A1: In Köln-Merkenich wird auf der A1 ein Fahrbahnübergang für den achtstreifigen Ausbau der A1 angelegt. Die Autobahn ist deswegen zwischen Leverkusen-West und Köln-Nord in beiden Fahrtrichtungen nur einstreifig befahrbar

Ab Freitag kann auf der A 46 in Richtung Düsseldorf zwischen den Anschlussstellen Heinsberg-Dremmen und Hückelhoven-Ost wegen einer Fahrbahnerneuerung nur ein Fahrstreifen genutzt werden.

Im Ruhrgebiet gibt es Einschränkungen auf der A 40. Von Donnerstag bis Montag steht vor der Rheinbrücke Neuenkamp bei Duisburg-Homberg in Fahrtrichtung Essen weiterhin nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. "Straßen NRW" arbeitet dort an einer Wiege- und Schrankenanlage, damit Fahrzeuge mit mehr als 44 Tonnen Gewicht die Brücke nicht überqueren.

Nach einem Lkw-Brand unter einer Brücke soll die stark befahrene Autobahn 59 in Fahrtrichtung Dinslaken voraussichtlich erst ab Montag freigegeben werden, allerdings mit Einschränkungen. Zeitgleich wird nach Angaben des Landesbetriebs an der Anschlussstelle Duisburg-Meiderich die Auffahrt in Richtung Düsseldorf und die Abfahrt in Richtung Dinslaken gesperrt. Zusätzlich wird an der Anschlussstelle Duisburg-Ruhrort die Auffahrt in Richtung Dinslaken gesperrt.

Behinderungen gibt es auch im Zugverkehr: Die Mammutbaustelle zwischen Köln und Düsseldorf soll noch bis zum 19. Mai dauern. Die Bahn sieht sich nach eigenen Angaben gut im Plan. "Die härtere Hälfte beginnt aber erst", sagt der Sprecher des Fahrgastverbandes Pro-Bahn, Lothar Ebbers. Ebbers sprach von einem "sehr ambitionierten Fahrplan", da sich der Regionalverkehr die Gleise mit der S-Bahn teilen müsse. Statt des "sehr, sehr vollen" Regionalexpress 1 sollten Reisende auf den RE 6 über Neuss ausweichen.

Viele Reisende sorgen für volle Straßen

In Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt ist der Montag schulfrei, in den Niederlanden gibt es zudem Frühlingsferien. Vor allem auf den Strecken in Richtung Alpen und zu den Küsten sollten Autofahrer Verzögerungen einkalkulieren. Besonders hoch sei die Staugefahr am Freitagnachmittag, wenn Urlauber und Berufspendler zusammentreffen. ADAC-Angaben zufolge zählte im Jahr 2017 der Freitag vor dem 1. Mai zu den zehn staureichsten Tagen des Jahres.

Viel los sein dürfte auf den Straßen auch noch am Samstagvormittag, während es am Sonntag und Montag eher ruhiger zugehen dürfte. Am Dienstagnachmittag bringen Urlaubsheimfahrer wieder mehr Trubel auf die Autobahnen. Allerdings dürfte die Lage nicht so problematisch werden wie bei einer großen Ferienrückreisewelle, so der ACE .

Mit Behinderungen und Staus ist nach Angaben der Verkehrsclubs in den Großräumen Hamburg, Berlin, Frankfurt/Main, Stuttgart und München sowie auf folgenden Strecken zu rechnen:

A 1 Bremen - Hamburg - Lübeck und Bremen - Osnabrück - Münster - Dortmund - Köln; beide Richtungen und Koblenz - Trier
A 2 Berlin - Hannover - Dortmund
A 3 Passau - Nürnberg - Würzburg - Frankfurt/Main - Köln - Oberhausen - Arnheim
A 4 Kirchheimer Dreieck - Erfurt - Chemnitz - Dresden
A 5 Hattenbacher - Karlsruhe - Basel
A 6 Kaiserslautern - Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
A 7 Flensburg - Hamburg - Hannover - Würzburg - Füssen/Reutte
A 8 Luxemburg - Saarlouis und Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg
A 9 München - Nürnberg und Nürnberg - Halle/Leipzig - Berlin; beide Richtungen
A 10 Berliner Ring
A 31 Emden - Leer - Lingen/Ems - Gronau - Bottrop
A 40 Venlo - Duisburg - Essen - Wuppertal
A 45 Gießen - Hagen - Dortmund
A 46 Heinsberg - Düsseldorf - Wuppertal
A 61 Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen
A 81 Stuttgart - Singen
A 93 Inntaldreieck - Kufstein
A 95 / B 2 München - Garmisch-Partenkirchen
A 99 Autobahnring München

 

In der Schweiz und Österreich erwarten die Verkehrsclubs eine ähnliche Lage wie in Deutschland. Auch dort ist der 1. Mai ein Feiertag. Die Transitrouten dürften vor allem ab Freitagabend und am Samstag und Dienstag stark befahren sein.

In Österreich sind laut ADAC vor allem folgende Strecken betroffen: die Autobahnen A 1 (West), A 4 (Ost), A 10 (Tauern), A 12 (Inntal), A 13 (Brenner) und A 14 (Rheintal) die S 16 (Arlberg-Schnellstraße) sowie die B 179 (Fernpass-Route).

Für die Schweiz nennt der ADAC die A 2 (Luzern - Chiasso) und die A 1 (St. Gallen - Zürich - Bern). Der ACE weist auf Staugefahr vor dem Gotthardtunnel in beiden Richtungen hin und nennt als Alternative zur Gotthardroute die A 13 (Chur - Bellinzona).

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