Kfz-Steuer, Ikea und Sparkassen

Das ändert sich für Verbraucher ab September

Ikea verschärft sein Rückgaberecht. Das Kaufhaus nimmt die Artikel nur noch neu und unbenutzt an.

Ikea verschärft sein Rückgaberecht. Das Kaufhaus nimmt die Artikel nur noch neu und unbenutzt an.

Bonn. Neue Abgasrichtlinien bei Kfz-Steuern, Verschärfungen bei Ikea und mehr: Im September kommen auf Verbraucher wieder einige Änderungen und Neuerungen zu. Wir geben einen Überblick.

Neue Abgasrichtlinie

Für Autofahrer kann sich die Kfz-Steuer erhöhen. Für Fahrzeuge, die ab dem 1. September zugelassen werden, findet ein neuer Abgastest Verwendung. In der Regel steigt die Kfz-Steuer. Der ADAC hat aber einen Subaru entdeckt, bei dem die Kfz-Steuer ab dem 1. September sinkt. Um mindestens 20,5 Prozent steigt die Steuer bei den anderen Modellen mindestens. 173 Millionen Euro extra könnte der Finanzminister dafür im Jahr 2019 einstreichen, schätzt der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Uni Duisburg-Essen.

Verschärftes Ikea-Rückgaberecht

Ab dem 1. September werden die Möbelhäuser von Ikea nur noch Waren zurücknehmen, die neu und unbenutzt sind.  "Durch die Einschränkung des Rückgaberechts auf unbenutzte Produkte wollen wir auch sicherstellen, dass Kunden Möbel und Einrichtungsgegenstände nicht nach kurzem Gebrauch entsorgen, sondern den Wert des Produkts schätzen im Sinne des Ressourceneinsatzes, der dafür nötig war", sagte Ikea-Deutschland-Chef Dennis Balslev in der Zeitung "Die Welt". 2016 hatte Ikea das Rückgaberecht zuletzt eingeschränkt. Zuvor wurden die Produkte zeitlich unbegrenzt zurückgenommen. Seitdem gilt eine Rückgabefrist von 365 Tagen.

Halogenlampen-Verbot

Die Halogenlampe folgt der Glühbirne. Die EU verbietet sie. Dabei geht es um das Energie-Einsparen. Nicht betroffen sind Spots, Schreibtischlampen und Flutlichter. Restbestände dürfen durch Händler abverkauft werden. Energiesparlampen und LED-Lichter sind mögliche Alternativen für den Verbraucher.

Sparkasse: Neue Reihenfolge beim Geldabheben

Bei Geldautomaten der Sparkasse ändert sich bis Mitte September die Reihenfolge von Geldbetrag- und Pin-Eingabe. Zuvor gab der Abhebende zuerst die Pin ein und danach den gewünschten Betrag. Die neue Software wird bereits seit einiger Zeit auf die Geldautomaten aufgespielt. Ab dem Monatsanfang ist das umgekehrt. Zuerst wird der Geldbetrag festgelegt und dann wird die Pin abgefragt. Hintergrund sei laut Jörg Wehner von der Sparkasse-Köln-Bonn, dass Trickbetrüger versucht hatten, Personen, die bereits ihre Pin eingegeben hatten, abzulenken, um dann den Geldbetrag abzuändern und zu stehlen. Auch die Barrierefreiheit wurde erhöht. Wer schlecht sieht, kann jetzt auf eine verbesserte Sprachsteuerung und einstellbare Kontraste zurückgreifen.

(Mit Material von dpa)